Frauen-Eisen

Ein besonderes Thema

Warum viele Frauen leiden !


Frauen im Menstruationsalter verlieren von der ersten Menstruation (Menarche) bis zu den Wechseljahren (Menopause) monatlich Blut und damit auch Eisen. Das verlorene Blut kann - wie bei jeder Blutung - vom Körper innerhalb weniger Tage wieder neu gebildet werden. Dazu benötigt der Körper Eisen, das aus den Eisenspeichern aktiviert wird. Das hierzu benötigte Eisen kann dem Körper von außen wieder zugeführt werden. Wenn man alle Tage im Leben einer Frau zusammenzählt, an denen Blutungen auftreten, kommt man auf eine Gesamtdauer von 5 bis 7 Jahren. Dies ist ein erheblicher Blut- und Eisenverlust.

 

Die ausreichende Wiederaufnahme des Eisens und damit die Auffüllung der Eisenspeicher ist häufig schwierig. Das mit der Nahrung aufgenommene Eisen reicht in vielen Fällen nicht aus, um die Eisenverluste durch die regelmäßigen Blutungen auszugleichen. In den meisten Fällen tritt keine Anämie auf, da für die Blutbildung noch genügend Eisen zu Verfügung steht. Der Ferritinspiegel (Menge des Speichereisens) sinkt bei Frauen nach der Menarche häufig kontinuierlich ab. Es entsteht häufig eine negative Eisenbilanz. Fällt der Ferritinwert unter einen bestimmten Wert, beginnen häufig die Symptome.

 

 

  

Frauen im Menstruationsalter verlieren alle vier Wochen Blut und Eisen. Während sich das Blut wieder regeneriert, kann das Eisen durch die Nahrung wieder aufgenommen werden, was teilweise nicht gelingt. Zusammengezählt verliert eine Frau 6 Jahre lang Eisen.

Durch die  umfangreichen Untersuchungen und die genaue Systematik des SIS (Swiss Iron Systems) haben wir die Möglichkeit, den Eisenmangel anhand der Laborwerte, der Anamnese und der Symptome zu erkennen. Individuell für jede Patientin wird die notwendig Eisenmenge über einen Zentralrechner berechnet. Zunächst erfolgt die Auffüllung der leeren Eisenspeicher. Diese Behandlung ist in der Regel nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen. Drei Monate nach Beendigung der Aufsättigungstherapie kann die Eisenmenge für die Erhaltungstherapie berechnet werden. Wir haben dadurch die Möglichkeit, einen Eisenmangel dauerhaft zu vermeiden.

© Dr. med. Silke Engelder 2015